Seminarreihe 2022: »Die Welt verstehen und verändern!«

Wenn wir die Gesellschaft verändern wollen, müssen wir erst einmal verstehen, wie sie funktioniert – um dann eine gezielte Strategie zu entwickeln und mit erfolgreichen Methoden den Kampf für eine gerechtere Welt zu führen! In drei Wochenendseminaren (von Freitag 16 Uhr bis Sonntag 16 Uhr) werden wir uns genau mit diesen Themen beschäftigen.

Die Seminare sind inhaltlich aufeinander abgestimmt, du kannst aber auch einzelne Seminare unabhängig voneinander besuchen. Unsere Seminare richten sich an junge Menschen aus linken Gruppen, Gewerkschaften und Bewegungen. Seminarort ist das Funkenhaus, ein selbstorganisiertes Projekthaus nördlich von Göttingen. Die Teilnahme inkl. Unterkunft und Verpflegung ist für euch kostenlos. Anmelden kannst du dich hier (Anmeldeschluss 31.07.22)

Kapitalismus verstehen:
Marx für Einsteiger*innen


16.-18. September / Facebook-Event / RLS-Ankündigung

Was meint Marx mit »Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein«? Was sind Produktionsverhältnisse? Sollten wir heute noch vom Klassenkampf sprechen? Obwohl Marx Theorien uns auch heute noch helfen können, den Kapitalismus zu verstehen, fehlt oft eine verständliche Einführung in seine Ideen. Die Original-Texte wirken veraltet und Uni-Seminare zum Thema sind meist unnötig kompliziert. In unserem Seminar für Einsteiger:innen vermitteln wir Marx Analysen so, dass auch Menschen ohne Vorwissen oder Studium etwas mitnehmen können. Im ersten Teil des Seminars beschäftigten wir uns mit der Frage, wie sich Gesellschaften entwickeln und verändern lassen. Im zweiten Teil geht es darum wie der Kapitalismus funktioniert: Wir beschäftigen uns mit Grundbegriffen wie Mehrwert, Ausbeutung und Produktionsverhältnissen. Zuletzt sprechen wir über die Aktualität von Klassen und Klassenkämpfen für unsere politische Praxis.

Referent*innen:
Elisa Hüller (Organizerin und Psychologin)
Paul Fischer (Klimaaktivist)

Strategien finden:
Ziele und Wege linker Praxis


14.-16. Oktober   /   Facebook-Event

An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam darüber reflektieren, welche verschiedenen Ansätze von linker Politik es gibt und wo wir uns selbst verorten. Da politische Praxis immer auf – bewussten oder unbewussten – Annahmen aufbaut, wollen wir nach diesen Grundlagen fragen und ein genaueres Bild der Breite der linken Bewegung gewinnen. Unterschiede zu verstehen, hilft nicht nur, die eigene Rolle besser zu bestimmen, sondern auch Möglichkeiten gemeinsamen Handelns mit anderen Akteur:innen zu erkennen. Folgenden Fragen und deren unterschiedliche Antworten werden wir daher nachgehen: In was für einer Gesellschaft leben wir? Für welche Gesellschaft kämpfen wir? Wie stellen wir uns gesellschaftliche Veränderung vor und wie sieht unsere politische Praxis aus?

Referent*innen:
Benjamin Körner (Organizer und Sozialwissenschaftler)
Elisa Hüller (Organizerin und Psychologin)

Revolutionäres Organizing:
Wie können wir Basismacht aufbauen?


25.-27. November   /   Facebook-Event

Als Linke wollen wir, dass die Welt gerechter wird – doch mit unseren bisherigen Ansätzen gewinnen wir zu selten und es gelingt nicht, dauerhaft eigene Macht aufzubauen. Wie können wir das ändern? Das neue Zauberwort dafür lautet Organizing: Alle reden darüber, doch was steckt dahinter? Revolutionäres Organizing hilft uns dabei die Kämpfe in Vierteln, in Betrieben und von Bewegungen erfolgreicher zu führen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ansätzen steht beim Organizing Selbstermächtigung im Mittelpunkt: Die betroffenen Menschen sind selbst in der Lage, Verbesserungen zu erkämpfen. Dazu werden wir die besten Methoden zum Aufbau lebendiger Aktiven-Treffen kennenlernen. In dem Seminar werden wir uns nicht nur theoretisch weiterbilden, sondern viele Methoden direkt ausprobieren.

Referent*innen:
Benjamin Körner (Organizer und Sozialwissenschaftler)
Helge Schnack (Organizer und Gesundheitswissenschaftler)